Als technische Beauftragte des Büros, in dem ich arbeite, habe ich das große Glück, ein Schlupfloch gefunden zu haben, doch einen der sonst gesperrten Freemailer abzurufen. Und manchmal finde ich dort eine kleine Botschaft, von der mir ganz warm ums Herz wird, die die Schmetterlinge noch ein bißchen doller flattern lässt. Und dann freue ich mich, dass es das Internet mit all seinen Tücken gibt, weil es die Welt ein bißchen kleiner macht …
Archiv für Januar 2008

Lesen bildet
30 Januar 2008Gerade ein Stöckchen hier gefunden.
„Schlechter Atem, Schweiß und Uringestank stiegen in der Hitze des Tages auf, mischten sich mit dem Blöken der Lämmer, dem Gebrüll der Kamele, dem Geschrei der Kinder, dem Wehklagen der Frauen und dem gedämpften Summen allzu vieler Stimmen, bis die Luft vor Geräuschen, Gerüchen und Gott und Geschichte beinah erstickte. Hier hatte Abraham die Botschaft Gottes erhalten, dass sein Volk das Ausgewählte sei, hierher kamen die Hebräer aus Ägypten, hier baute Salomo den ersten Tempel, hier wandelten die Propheten und Könige der Hebräer, und hier wurde die Bundeslade verwahrt. Jerusalem.“
Das ist das Ergebnis, nachdem ich das nächstbeste Buch mit mehr als 123 Seiten in die Hand nahm, die ersten fünf Sätze auf Seite 123 ausfindig gemacht und die nachfolgendenen drei Sätze abgetippt habe.
Jetzt sollte ich es eigentlich an fünf Blogger weiterwerfen. Aber da ich zum einen noch nicht so lange blogge und zum anderen nichts vom „Durch-die-Gegend-werfen“ halte, lasse ich das gute Stück mal hier liegen. Bediene sich wer mag …

Zahl des Tages
30 Januar 2008Wer schon mal in Frankfurt U-Bahn gefahren ist und beispielsweise an der Konstablerwache umsteigen musste, kennt sicherlich die digitalen Anzeigen, über die dem wartenden Fahrgast Werbung, Nachrichten und einige andere Informationen dargeboten werden. Eine Rubrik dabei ist auch die „Zahl des Tages“. Das gehört so ein bißchen in die Kategorie „Nutzloses Wissen“, ist aber in den meisten Fällen ganz interessant oder zumindest unterhaltsam.
Die „Zahl des Tages“, die mich zur Zeit nicht loslässt, habe ich allerdings nicht dort gelesen. Und ich glaube, sie wird für mich auch die „Zahl des Jahres“ sein. Vor ein paar Tagen erfuhr ich nämlich in einer Unterhaltung, dass es Menschen in meinem näheren Umkreis gibt, die im Monat so viel zur Verfügung haben, wie ich im ganzen Jahr. Erschreckend.
Ja, „erschreckend“! Aber nicht, weil ich so wenig verdiene (so schlimm ist das nicht), sondern weil mir diese Zahl mal wieder deutlich gemacht hat, dass Geld nicht glücklich macht. Definitiv nicht.

Treu 4
29 Januar 2008Treue wird tatsächlich belohnt und den-Mund-aufmachen auch. Toll! Ich bin begeistert. Der erhöhte Preis fürs Handy hat sich geklärt, aber da mir das nicht im Vorfeld mitgeteilt wurde, bekomme ich den günstigeren Preis gewährt. Toll, toll, toll. Ich weiß schon, warum ich den Anbieter bislang nicht gewechselt habe. Und werde es auch zukünftig erstmal nicht tun (können).

Treu 3
29 Januar 2008Kurz nach meiner Anfrage erreichte mich ein Anruf meines Mobilfunkanbieters. Ein junger Mann ging mit mir meine Daten durch und wir bestätigten uns gegenseitig die von mir bestellte Tarif-Option nebst gewünschtem Handy und zugehörigen Preisen. Zu guter Letzt sagte mir der junge Mann am anderen Ende der Leitung, dass er mir das Ganze noch per Fax zukommen lassen wolle. Ich gab ihm die Nummer des Bürofaxes und kurz drauf beglückte mich unsere Perle mit einem Fax für mich. Jippiiiee, dachte ich, das ging aber schnell…
Ich weiß nicht, an welcher Stelle des Gesprächs mit dem jungen Mann die Information über den Preis für das Handy verloren gegangen ist, aber nun ist es ungleich teurer als ursprünglich offeriert. Mist!
Jetzt harre ich nach einem Fax und einer Mail von mir der Dinge, die da kommen werden.
Es bleibt spannend – wer hätte das gedacht nach 9 Jahren Treue …

Treu 2
29 Januar 2008Nachdem ich gestern abend erst den leicht skurilen, aber guten Fernsehfilm im Zweiten (Nachtschicht) gesehen habe, dann die Bremsen repariert habe, habe ich noch ein wenig gerechnet und mir eine zweite Meinung zum Thema Tarif- und Handywechsel eingeholt. Und siehe da: Heute morgen habe ich einen neuen Tarif und ein neues Handy bestellt. Jetzt hoffe ich, dass die Bestätigung meines Wechselwunschs nicht so lange dauert wie die Antwort auf meine Wechselanfrage. Dann hab ich nämlich bald ein ganz tolles, neues Handy mit ganz viel unnötigem Schnickschnack…

Gefahr gebannt
28 Januar 2008Ich darf einfach nicht über Dinge sprechen, die früher oder später eintreffen können. So langsam sollte ich mir ob meiner Orakel-Fähigkeiten bewusst sein. Mist!!! Da hab ich noch vor ein paar Stunden geschrieben, dass ich dringend die Bremsen an meinem Pferd erneuern müsste und promt auf der Rückfahrt vom Büro – ein Unfall. Ja, weil die Bremsen versagt haben. Mist, Mist, Doppel-Mist! Zum Glück ist nichts passiert, außer dass ich einer Fußgängerin in die Beine gerollt bin. Und da ich auch glücklicherweise nicht allzu schnell unterwegs war, sind auch alle völlig schadfrei davon gekommen. Aber das war ein Zeichen! Und ich habe es verstanden. Seht selbst:
ALT
gegen
NEU
Jetzt darf ich morgen wieder beruhigt Frankfurts Verkehr unsicher machen. Jippppiiiieeee!!!!!

Treu
28 Januar 2008Seit neun Jahren bin ich meinem Mobilfunkanbieter nun schon treu. Kein zwischenzeitlicher Wechsel – abgesehen vom Tarif und Handy. Und ich habe auch eigentlich nicht vor zu wechseln. Warum auch?! Papierkram, Anschlussgebühren etc etc. Ooch nö, an solchen Stellen bin ich sehr phlegmatisch. Außerdem gibt’s wohl bei jedem Anbieter irgendein „Vertragsmanko“.
Jetzt bietet mein Mobilfunkanbieter meinen bisherigen Tarif für weniger Geld an. Zwar habe ich dann 50 Frei-sms im Monat weniger, aber ich komm ja eh nicht dazu, die zu verschicken. Somit eine sehr attraktive Sache. Also schnell mal wechseln – online, dachte ich. Tja, aber die Rechnung habe ich ohne den Wirt gemacht. Direkt online geht nicht, also habe ich eine Mail mit meiner Anfrage verschickt – letzte Woche, vorletzte Woche… Heute kam die Antwort. Jipppiiieee, ein Wechsel ist möglich, aber quasi nur per mail. Komische Sache. Und zu allem Überfluss haben die mir jetzt noch Alternativen unterbreitet, bei denen ich sogar ein neues Handy bekommen könnte. Da steh ich nun und rätsele, ob ich ein neues Handy brauche, wenn ja welches und dann auch noch, welche Tarif-Option ich wählen soll. Reichen mir tatsächlich noch weniger Inklusivminuten und -sms, zahle ich doch 5 Euro dazu und bekomme dafür ein tolles neues Handy mit wenig Zuzahlung? Oder sogar 10 Euro extra und das neue Handy quasi kostenlos? Was rechnet sich wie? Fragen über Fragen. Und zu allem Überfluss kann ich meine aktuellen Verbindungen nicht abrufen um zu gucken, wieviel Minuten ich in diesem Monat verbraucht habe. Heute abend werde ich noch ein bißchen rechnen und (hoffentlich) eine Entscheidung treffen.

Gefährlich
28 Januar 2008Ja, ich weiß, mein Fahrstil beim Radeln lässt zu wünschen übrig. Ich fahre mehr nach Gehör als mit den Augen und bin auch sonst eher offen- als defensiv – gilt nicht nur fürs Rad… Ernstzunehmende Unfälle, die auf meine Fahrweise zurückzuführen sind, gab es bislang jedoch nicht *klopfaufHolz*. Dennoch gab es zwei Unfälle, die auf Defekte des geliebten zweirädrigen Transportmittel zurückzuführen sind: einmal ein Kieferbruch mit schicker Platzwunde am Kinn, weil das Vorderrad bei rasanter Fahrt auf einmal blockierte (die Geschichte könnte einen ganzen post füllen); beim zweiten Mal haben meine Bremsen versagt mit der Folge, dass ich einen Bulli geküsst und mir dabei meine schönen Schneidezähne kaputtgemacht habe – glücklicherweise trug ich einen Helm…
Aktuell fahre ich mit einem Rad durch Frankfurt, dessen Bremsen – sagen wir mal – nicht ganz optimal funktionieren. Sicherlich könnte ich sagen, dass die Öffnungszeiten von Fahrradläden ganz unglücklich mit meinen Arbeitszeiten kollidieren und ich deswegen in halbsuizidaler Manier durch die Gegen kurven muss. Auch könnte ich sagen, dass ich ja keinen Mann zuhause habe, der das mal eben schnell erledigt.
Tja, was soll ich sagen: Ich habe mal gelernt, wie man Bremsen an Fahrrädern repariert und die Bremsschuhe liegen auch schon rum und warten nur auf ihre Montage.
Mir schwant nichts Gutes…

Bürgerpflicht
27 Januar 2008Heute ist Wahltag in Hessen – Landtagswahl. Und als brave Bürgerin dieses (Bundes-)Landes habe ich heute mein(e) Kreuz(e) an der hoffentlich richtigen Stelle gemacht.
Ich hoffe nur, dass der Himmel über Frankfurt kein böses Vorzeichen für den Ausgang der Wahl bzw. nachfolgende Regierungsjahre sind.
20:25 Laut der ARD-Hochrechnung von 19:59 Uhr (was aktuelleres kann ich gerade nicht finden) steht es ziemlich pari-pari. Na, da bin ich ja mal gespannt, was das wird…