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persönlich

14 März 2008

Seit vergangenem Wochenende herrscht wieder mehr Klarheit in mir und meinem Leben. Dinge, die sortiert werden mussten, wurden sortiert oder zumindest damit begonnen. Dinge, die aus- oder wenigstens angesprochen werden mussten, wurden angesprochen.
Und bei so etwas kommen dann meistens am besten die unterschiedlichen Charaktere und Meinungen zu Tage. Mein Fazit nach einigen Tagen Bedenkzeit:

  1. Ich bin ich. Ich muss mit mir im Reinen sein mit all meinen Entscheidungen. Und ich (kann) erwarte(n), dass meine Entscheidungen, so wie ich sie treffe, akzeptiert werden.
  2. Familie kann man sich nicht aussuchen. Ich habe keine Wahl, ich muss die verschiedenen Typen und Ansichten akzeptieren. Ich kann sie nicht ändern. Ich will sie auch nicht ändern. Und das erwarte ich auch von meiner Familie an mich. Denn
  3. Ich werde mich nicht ändern. Zumindest nicht für wen anders. Und schon gar nicht für meine Familie, nur weil ich, so wie ich bin, oft unbequem bin, eine eigene Meinung habe, meine eigene Meinung vertrete und nach meinen eigenen Prinzipien handele.
  4. Meine Erfahrungen sind meine Erfahrungen. Und meine Fehler sind meine Fehler. Das kann mir keine(r) abnehmen und vor allen Dingen will ich das nicht. Jede Erfahrung, jeder Fehler prägt mich, bringt mich weiter und gibt mir die Möglichkeit mich und meine Meinung zu überdenken.
  5. Ich hasse absolute Aussagen, in denen „jemals wieder“, „nie“, „immer“ etc. vorkommen. Es ist interessant zu beobachten, wie schnell dadurch „Türen zugehen“, die eh nie weit offen waren. Ich verstehe nicht, wie man so unreflektiert und unvorsichtig mit solchen Ausdrücken umgehen kann.

Es bleibt die Frage, ob es tatsächlich „immer“ Dinge geben wird, die sich „nie“ ändern.

4 Kommentare

  1. Bravo, liebe B. Zu sich selbst, seinem Ich, seinen Entscheidungen und seinem Leben zu stehen ist oft ein schwieriger, aber wohl einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg, mit sich selbst „im Reinen“ zu sein und glücklich zu werden.

    Und wie Du schon so schön geschrieben hast: seine Familie kann man sich nicht aussuchen. Und nur, weil sie Familie ist, musst man nicht konform gehen.

    Schön zu lesen, dass sich bei Dir Knoten gelöst haben, die Dir scheinbar im Hinterkopf zu schaffen machten :)


  2. Aber genau aus diesem Grunde zähle ich dich zu meinen Freunden.


  3. Ach, ich wünsche, ich wäre auch schon soweit. In Ansätzen krieg es manchmal hin, aber dann kann auch alles ganz schnell wieder kaputt sein. Bei mir ist es allerdings nicht die Familie, sondern „Freunde“. Und solange man sie in Anführungszeichen setzen muss, sollte man sich gar nicht so viel über sie ärgern. Klappt aber irgendwie nicht immer.

    Aber prima, dass Dein Fazit so aussieht, wie es aussieht! :-)

    Off topic: Hab grad erst gesehen, dass ich das gleiche Theme wie Du gewählt hab. Ups.


  4. Wow, ein mutiger Schritt. Und wirklich sehr anders aber doch auch ähnlich zu meinem WE-Erlebnis.
    Genieße die Klarheit! Ich such noch ein bißchen… :)



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