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moi

Den Spitznamen Littleb habe ich mir vor mittlerweile fast zehn Jahren zugelegt und bin ihm seitdem treu geblieben. Bei solchen Dingen bin ich phlegmatisch. Trotzdem ist eine meiner Lebensphilosophien: Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.(Francis Picabia). Das ist vielleicht auch der Grund, warum ich nach einem abgebrochenen Studium zwar Biochemie studiert und auch mit Diplom beendet habe, aber dann letzten Endes in einer PR-Agentur gelandet bin. Und auch wenn das weit voneinander weg klingt, ist es das nicht. Zumindest für mich. Ich liebe es, Dinge zu erklären – besonders wissenschaftliche Dinge. Die vermeintlich komplizierten, naturwissen- schaftlichen Zusammenhänge in ein Deutsch zu fassen, das (hoffentlich) für jeden verständlich ist. Dazu habe ich in meinem jetzigen Beruf die Gelegenheit. Und ich mag meine Arbeit.
Aber ich versuche mich nicht darüber zu definieren, auch wenn ich das Glück habe, einen Beruf auszuüben, der mir Spaß macht. Denn ein weiteres Lebensmotto von mir ist: Lasst uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen. (Kurt Tucholsky). Und Genuss ist für mich mein Leben an sich, meine Freunde, die Möglichkeit immer wieder was Neues zu entdecken und zu lernen, gute Musik, gutes Essen (vor allem selber kochen), ein Tag nur im Bett verbringen zu können. Das Nicht-Begreifen bedeutet für mich, dass ich nicht plane. Also keine Pläne für mein Leben habe (ansonsten aber schon recht gut organisiert bin). Man weiß schließlich nie, welche Überraschung hinter der nächsten Straßenecke auf einen wartet.
Über all dem steht wohl meine dritte Maxime, nach der ich leben möchte: All eure Dinge lasset in Liebe geschehen. (1. Kor. 16, 14). Ich denke, das ist nicht weiter zu kommentieren …